Deutsche Wohnprojekte sind gesucht

04.02.2010
Quelle: Börsen Zeitung
 
Banken finanzieren Büros nur bei vielen Vorvermietungen -Erforderliches Eigenkapital schwankt stark
 

Projektentwicklungen sind hierzulande im Moment kaum zu realisieren. Das stimmt zwar in den meisten Fällen, aber nicht immer. Für Ulrich Höller, Vorstandsvorsitzender der DIC Deutsche Immobilien Chancen, ist das deutsche Projektentwicklungsgeschäft aktuell weitestgehend zum Erliegen gekommen. Zur Begründung verweist er auf drei Faktoren: Bestandshalter bauen jetzt in erster Linie ihre Leerstände ab, während Eigenkapitalhalter lieber in risikoärmere Assets investieren. Schließlich wollen viele Banken solche riskanten Vorhaben nicht finanzieren.

 

Forward Deals gehen noch

 

Aber es gibt Ausnahmen: „Sogenannte Forward Deals gehen auch heute noch", sagte Höller der Börsen-Zeitung. Das sind Projekte mit einer hohen Vorvermietungsquote -deutlich über 50 % - bis hin zur Vollvermietung, die vor Fertigstellung verkauft werden. In diesen Fällen ist wenig oder gar kein Fremdkapital erforderlich.

Die Realisierbarkeit von Projekt­entwicklungen hängt aber auch von ihrem Volumen ab. Für die breite Masse, also Vorhaben von 5 bis 50 Mill. Euro in sogenannten B-Städten, lassen sich auch heute noch Geldgeber finden. Dies gilt dann, wenn der Projektentwickler regional gut verankert ist und mit der Sparkasse oder Volksbank vor Ort schon über viele Jahre enge Geschäftsbeziehungen unterhält. Die DIC entwickelt im Moment zwei für das Unternehmen große Vorhaben - das Wohn- und Büroquartier Maintor in Frankfurt (Gesamtvolumen über 500 Mill. Euro) sowie Office Gar-dens in Hamburg (Gesamtvolumen 65 Mill. Euro).
 

Ansprechpartner

 
 
Dr. Stefan Best
Geschäftsführer HIH
 
Telefon: 040-3282-3174
Fax: 040-3282-3215
E-Mail: sbest@hih.de
 
 
Erik Marienfeldt
Geschäftsführer HIH
 
Telefon: 040-3282-3115
Fax: 040-3282-3100
E-Mail: emarienfeldt@hih.de